Schlangensterne.

Eine weitere Art der Stachelhäuter, die mit lebenden Steinen sowie Korallen und höheren Algen ins Aquarium eingebracht werden, sind die Schlangensterne.               Schlangensterne sind normal in jeden Riff vorhanden, aber aufgrund ihrer versteckten Lebensweise kann es gerade beim Anfang dazu führen, dass sie leicht übersehen werden,wenn man nicht gezielt nach ihnen Ausschau hält.                                               Versteckt in Spalten, Höhlen, kleinen Löchern, unter Steinen oder im Sand, sieht man tagsüber meist nur die kleinen dünnen Ärmchen, die in die Strömung gehalten werden oder die Umgebung abtasten nach verwertbarer Nahrung.

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Ophiocoma pumila

 

Die kleinen Schlangensterne ernähren sich in unseren Becken vorwiegend von Detritus sowie Aas und spielen somit eine wichtige ökologischen Rolle im biologischem System.  In der Dämmerung oder Nachts, wenn der Fressfeinddruck am niedrigsten ist, kann man die Schlangensterne besser sehen und auch beobachten, wenn sie auf Nahrungssuche ihre schattigen Plätze verlassen und manchmal kann es einen schon wirklich verwundern, aus was für kleinen Spalten und Löchern die Schlangensterne herauskommen können. Der Unterschied zwischen Tages und Dämmerungslicht wird von photosensitiven Zellen wahrgenommen.

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Auch wenn es einige Arten der Schlangensterne gibt, die sich ovovivipar vermehren, so sind doch die meisten Arten Freilaicher. Ein Massenablaichen von Ophiocoma Schlangensternen wurde in Aquarien schon mehrmals beobachtet, wobei die Schlangensterne alle wie auf ein Kommando die höchste Stelle im Riff anstreben und dort ihre Geschlechtszellen abgeben und sich danach wieder in ihre Verstecke zurück ziehen. Neben der geschlechtlichen Vermehrung kommt bei einigen Arten auch die ungeschlechtliche Vermehrung dazu. Auch hier kann es, wie bei den sich asexuell vermehrenden Seesternen bei einer irregulären Regeneration zu Schlangensternen kommen, die mehr als die gewohnten 5 Arme besitzen. Siehe Bilder oben.

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Amphipholis squamata (1)[1]

Amphipholis squamata 

 
Amphipholis squamata (2)[2]

Hier mal ein Bild zum Größenvergleich des Amphipholis squamata, rechts daneben eine tropische Mysis. Diese Schlangensternart lebt meist im Sand verborgen, ist eine hermaphrodite Art und betreibt Brutpflege, wo der Nachwuchs in der Bursa getragen wird. Größe ca 1-2 cm, Verbreitungsgebiet tropisch sowie subtropisch, Mittelmeer und Nordsee.